Freitag, 9. Juli 2010
Die Gottéron S.A. erzielte mit dem Sport-Café in der Saison 2009/10 den Rekordumsatz von 14,5 Mio. Franken. Zum Ende der Amtszeit von Präsident Daniel Baudin weist die AG der Freiburger 597'000 Franken operativen Gewinn aus. Nach einer Sonderabschreibung (800'000 Franken) auf dem aktivierten Spielerkader (Bilanzwert neu 1,7 Mio.) trägt der Verein 195'000 Franken Verlust auf die neue Rechnung vor, wie die "Neue Zürcher Zeitung" am Donnerstag berichtete.
Bei einer Bilanzsumme von 5,3 Mio. Franken weist der Kassier in der "Drachenhöhle" Eigenmittel von 2,2 Mio. aus. Damit fand an der Saane eine deutliche finanzielle Konsolidierung statt, nachdem der Klub vor drei Jahren ein Minus von 2,5 Mio. Franken ausgewiesen hatte und später auf gewissen Posten nachträgliche Korrekturen hatte vornehmen müssen. Nach dem Finanzchef und neuen Präsidenten Laurenz Haymoz ist die neue Rechnungsablage "absolut sauber", sie enthalte keine Kosmetik.
Die neue finanzielle Prosperität der Freiburger ist lesbar in der Rechnung. Sowohl die Match- wie die Marketingeinnahmen erreichten mit 4,2 Mio. bzw. 5,5 Mio. Franken Bestmarken. Die zwei Positionen decken die ausgewiesenen Personalkosten (8 Mio. Franken) deutlich ab.
Wie in allen Vereinen liegen die Erträge aus dem TV-Marketing (475'000 Franken) tief, was im Fall der Freiburger bezogen auf die Matcheinnahmen 5 Prozent ausmacht. Die Ertragskraft des klubeigenen Caterings ist bei einem Bruttoumsatz von 2,7 Mio. nicht genau zu evaluieren, dürfte Gottéron aber pro Winter gegen 1 Mio. Franken eintragen. Der Etat wird erneut um 0,5 auf 12 Mio. angehoben.
Zuletzt war das Stadion mit 7000 Besuchern an 9 von 10 Partien ausverkauft. Mit Hilfe der Stadt soll der Verein bis 2015 am bisherigen Standort eine neue Arena erhalten. Bereits vorher wird in unmittelbarer Nähe des Saint-Léonard eine neue SBB-Station fertig gebaut.
Jürg Vogel, NZZ